Seit jeher basiert die Papier- und Kartonherstellung auf Recycling und damit auf Verfahren der Wiederverwertung von Faserstoffen. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts waren Lumpen und Hadern das Ausgangsmaterial für die Papierherstellung. Mit der Verwendung von Kunstfasern bei Geweben und mit zunehmendem Papierbedarf mussten weitere Faserquellen erschlossen werden.
Schnellwachsende Hölzer und Einjahrespflanzen fanden zunehmende Bedeutung. Heute steht der Begriff "erneuerbare Rohstoffe" im Mittelpunkt der Betrachtung. Mit dem nach wie vor weltweit steigenden Papierbedarf gewinnt der effiziente Umgang mit den natürlichen Rohstoffen, d. h. ihr wiederholter Einsatz durch Wiederaufbereitung von Altpapier zu Sekundärstoff, zentrale Bedeutung. Reduzierung von Energie, Frischwasser und CO2-Emissionen sind parallel dazu Ansprüche, die an die moderne Papierherstellung gestellt werden. Durch modernste Prozesstechnologie gewährleistet Voith den effizienten, wirtschaftlichen und zugleich umweltschonenden Papierherstellungsprozess und berücksichtigt dabei alle aktuellen Trends. Als Pionier der modernen Altpapieraufbereitung und mit einem Anteil von mittlerweile über 60% an den installierten Altpapieraufbereitungskapazitäten ist Voith absolut führend bei der Entwicklung von Recyclingsystemen. Mit fortschrittlicher Pressentechnologie setzt Voith Maßstäbe, den Verbrauch von sowohl thermischer als auch elektrischer Energie drastisch zu reduzieren. Für hervorragende Papierqualitäten und gleichzeitig erhebliche spezifische Energieeinsparungen entwickelte Voith den weltweit ersten Papierprozess mit Online-Kalandrierung. Mit diesen jüngsten herausragenden Entwicklungen und einer Vielzahl kleinerer Optimierungen trägt Voith seit seiner Gründung in unvergleichbarer Weise zur umweltschonenden und energieeinsparenden Papierherstellung bei. Geschlossene Wasserkreisläufe sowie energieeinsparende Technologien in allen Bereichen des Prozesses bilden die Basis für einen optimalen Produktionsprozess - sowohl ökologisch als auch ökonomisch. |